„Gemeindehaus – ein Haus für Menschen: Gastfreundschaft als Motiv der Seelsorge“

So lautet die Überschrift der Predigt von Bernward Hallermann anlässlich der Grundsteinlegung zum neuen Gemeindehaus am 20. September 1980, vor 40 Jahren.

Aus der Chronik von St. Bonifatius vom 20. September 1980:

„Das neue Gemeindehaus wird in seinem Grundriss allmählich sichtbar, die Hälfte der Fundamente ist gegossen, und so feiert die Gemeinde mit großer Freude das Fest der Grundsteinlegung. Und wer dabei war, wer gesehen und gehört hat, mit wieviel Freude die Vielen, die gekommen waren (auch viele „alte Bonifatianer“) mitgemacht haben – bei strahlendem Sonnenschein – der hat vielleicht etwas davon gespürt, dass hier eine Gemeinde ihr gemeinsames Haus baut, ein Zuhause für die Vielen.“

In den vergangenen 38 Jahren haben wir dieses Motto der Gastfreundschaft mit Leben gefüllt und tun dies immer noch – wenngleich zur Zeit mit starken Einschnitten wegen der weltweiten Pandemie, die auch ein Gemeindeleben vor ungeahnte Herausforderungen stellt.

Unser Gemeindehaus ist zu einem Haus der Begegnung geworden, zwischen Jung und Alt, zwischen bekannt und fremd, zwischen arm und reich. Ob Jugend-, Frauen- oder Seniorenarbeit, ob Kommunionkindergruppen, Kirchenchor, ob Tagesbetreuung für Kleinkinder oder Messdienertreffen, ob Gemeindefest, Karneval oder Obdachlosenfrühstück – die Vielfalt der Gruppen und Gruppierungen, die über die Jahrzehnte ein- und ausgegangen sind und immer noch gehen, zeigt den Geist des Gemeindehauses von St. Bonifatius, einen Geist der Offenheit und Vielfalt, ein Haus der Menschen eben.

Reinhilde Kleimann