Hilfe für Santa Cristina – Ein Zeichen der Solidarität in der Pandemie

Am 6. und 7. Juni wurden die Messen vom Eine-Welt-Kreis Santa Cristina mitgestaltet. Brasilien, insbesondere São Paulo und damit auch unsere Partnergemeinde Santa Cristina sind besonders betroffen von der Corona-Pandemie. Da es in Brasilien nur sehr geringe staatliche Unterstützung bei z. B. Arbeitslosigkeit auf Grund der Corona-Folgen gibt, wurde die Kollekte zugunsten unserer Partnergemeinde abgehalten. Den nachfolgenden Brief schrieb uns unsere Partnerschaftsgruppe, um die momentane Situation zu verdeutlichen und um uns mitzuteilen, für welche Zwecke sie das Geld der Kollekte verwenden will.

„Hallo Angelika, Monika und alle Freunde und Freundinnen der Gruppe Santa Cristina,

wir hoffen, dass es Euch allen gut geht.

„Ein Akt der Solidarität in Zeiten der Pandemie segnet das Leben“

Wir gehen gerade durch eine angespannte und herausfordernde Zeit. 8.000 Menschen sind in São Paulo bereits gestorben. Darunter Arbeitskollegen, Freunde, Nachbarn, Familienangehörige.

In dieser Situation bedanken wir uns jetzt schon für Eure Geste der Solidarität ohne Grenzen.

Im Gespräch mit Schwester Enir  (in dem die Gruppe gemeinsam überlegt hat, wo z. Zt. Hilfe am nötigsten ist) stellte diese heraus, dass es wichtig sei, die Bedürfnisse der Menschen in unserem Stadtviertel zu beachten, wo es die Pastoralarbeit der Vinzentiner (Armenseelsorge) gibt, die „Obra Social Sao Bonifacio“, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert und die Venezolaner, die als Geflüchtete in der Gemeinde leben.

Die Gemeinde Santa Cristina feiert zur Zeit die Gottesdienste online, sorgt sich aber um die Schwächsten, besonders um die, die von der Pastoral der Vinzentiner betreut werden, zusammen mit der Gemeinde Sao Domingos, denn es gibt keine nennenswerte Kollekte, um den Bedürftigsten zu helfen. Die Gemeinde sorgt sich auch darum, wie sie nun ihre Verbindlichkeiten bezahlen soll.

In der Obra Social Sao Bonifacio haben die Lehrerinnen Aktivitäten per Video-Unterricht begonnen. Aber leider haben nicht alle Schüler und Schülerinnen Zugriff darauf. Es wird erwartet, dass die Rückkehr zur normalen Betreuung vom 20. Juli an wieder möglich wird.

Soweit möglich erhalten Familien eine Grundversorgung und Hygieneartikel, die sie zunächst auf eigene Rechnung und durch ihre Versicherung bekommen. Die Schwierigkeit ist, den anderen 30 Familien der Kinderpastoral die gleiche Unterstützung zu geben, da sie nicht versichert sind.

Die Geflüchteten aus Venezuela bekommen Lebensmittelhilfen von Privatleuten oder von der Gemeinde Sao Domingos. Jetzt während der Pandemie hat nur eine Person von ihnen Arbeit. Es sind drei Familien mit insgesamt 14 Personen. Darunter ist eine Familie, die seit drei Monaten nicht in der Lage ist, ihre Miete zu bezahlen, weil alle arbeitslos sind und wir haben momentan auch keine Möglichkeit, Aktionen zu ihrer finanziellen Unterstützung durchzuführen; es bleibt nur die Hilfe durch Nahrungsmittelgaben.

Wir glauben, dass Euer solidarischer Beitrag hier sehr helfen wird in Form von Paketen zur Grundversorgung und von Hygieneartikeln.

Wir schätzen diese Geste, die einen großen Unterschied in unserer Gemeinde bewirken wird, und bedanken uns herzlich dafür.

Vielen, vielen Dank.

Die Liebe Christi möge mehr und mehr Eure Herzen durchdringen.

Mit Zuneigung und einer herzlichen virtuellen Umarmung von Euren Freunden und Freundinnen „ohne Grenzen“.

„Kein Weg ist zu weit mit einem Freund an der Seite.“

Sonia und Tadeu und die Gruppe Sao Bonifacio“

Wer noch zur Unterstützung der Arbeit unserer Partnergemeinde Santa Cristina beitragen möchte, kann dies gern per Überweisung tun oder in einem der folgenden Gottesdienste einen entsprechend gekennzeichneten Briefumschlag  in den Kollektenkorb geben.

Die Kontonummer lautet: IBAN DE 92 4405 0199 0151 0148 60; Kontoinhaber: Kath. Kirchengemeinde St. Bonifatius Dortmund-Mitte; Verwendungszweck: Corona Santa Cristina.

Herzlichen Dank

Eine-Welt-Kreis Santa Cristina