Im Gebet einander verbunden

Liebe Schwestern und Brüder in St. Bonifatius und St. Franziskus,

in der jetzigen Zeit, in der so vieles eingeschränkt ist und keine öffentlichen Gottesdienste mehr stattfinden können, möchten wir als Seelsorger weiter für Sie ansprechbar sein.
Über Telefon oder E-Mail ist das möglich und – derzeit – in stark eingeschränktem Maß auch persönlich.
Wir bleiben aber im Gebet einander verbunden.
Unsere Kirchen sind nach wie vor als Orte des persönlichen Gebetes geöffnet.
Dies gilt für St. Franziskus täglich von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr.
In St. Bonifatius ist die Anbetungskapelle täglich von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.
Unsere Hausgemeinschaft im Franziskanerkloster feiert täglich um 18.00 Uhr die Eucharistie miteinander und nimmt Ihre Anliegen gerne mit ins Gebet.
Über die Auslage in unseren Kirchen und über unsere Homepage möchten wir Ihnen auch Gebetsanregungen und geistliche Texte zukommen lassen.

Wie formuliert es Bischof Ackermann im beigefügten Gebet:

„Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen. Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben. Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind, um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren, so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.“

Und, das sagt der Text auf dem beigefügten Regenbogenbild:

„Nicht alles ist abgesagt…“

In diesem Sinne grüße ich Sie alle. Bleiben wir im Gebet miteinander verbunden.
Br. Martin Lütticke  OFM


Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie

Jesus, unser Gott und Heiland, in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

– für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;

– für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;

– für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;

– für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;

– für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;

– für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;

– für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;

– für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht, hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen. Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.

Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen. Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben. Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind, um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren, so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit. In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt, die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:

Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt, unseren Glauben zu vertiefen und unser christliches Zeugnis zu erneuern, indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.

Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Gebet von Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bistum Trier